NS-Verbrechen an Zwangsarbeitern

und der Waldfriedhof Fulmecke in Meschede


Vorbemerkung

Diese Seiten sollen an die Verbrechen erinnern, die zwischen dem 20. und 23. März 1945 auf dem Gebiet Suttrop - Warstein und Eversberg - Meschede verübt worden sind. Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Zusammenhang die wertvolle Recherche-Arbeit von Frau Nadja Thelen-Khoder. Sie versucht u.a. herauszufinden, welche Personen sich hinter den Namen auf den Grabsteinen des Friedhofs Fulmecke verbergen. Außerdem setzt sie sich für entsprechende Informationen und Hinweise über die Todesursache der dort Begrabenen ein. Sie hat mittlerweile eine Fülle von Material zusammengetragen, das hier zu lesen ist. Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Als Ergänzung habe ich einige weitere Informationen zusammengestellt.

  Hans-Peter Grumpe

 


 

Zur Information: Kurz vor Ende des 2. Weltkriegs, zwischen dem 20. und 23. März 1945, wurden im Gebiet Suttrop - Warstein und Eversberg - Meschede 208 männliche und weibliche sowjetische und polnische Zwangsarbeiter und zwei Kinder ermordet. Täter waren Angehörige der Waffen-SS und der Wehrmacht, die unter dem Kommando des SS-Obergruppenführers und Generals der Waffen-SS Hans Kammler standen.

Untergebracht waren die Zwangsarbeiter in der Schule in Suttrop und in der Schützenhalle in Warstein. Als Exekutionsplätze waren in Suttrop das Waldstück 'Im Stein' zwischen Suttrop und Körtlinghausen und in Warstein eine Stelle im Langenbachtal ausgesucht worden. Dort waren Massengräber vorbereitet worden. Die Menschen mussten sich am Grubenrand aufstellen und wurden per Kopfschuss hingerichtet.

"...Obwohl die Täter versucht hatten, die Aktion geheim zu halten, gab es in der Bevölkerung von Warstein Gerüchte, dass im Wald „irgendwas Schreckliches“ geschehen sein musste. Nach der Besetzung durch die US-Armee Anfang April 1945 wurden die Massengräber entdeckt. Die Leichen wurden Anfang Mai 1945 exhumiert. Dazu wurden ehemalige Mitglieder der NSDAP herangezogen. Die Amerikaner ließen die gesamte Warsteiner Bevölkerung an den Leichen vorbeiziehen. Anschließend wurden die Opfer würdig in Einzelgräbern bestattet. Auch dazu wurden die ehemaligen NSDAP-Mitglieder herangezogen. Im Jahr 1964 wurden die sterblichen Überreste auf den Waldfriedhof Fulmecke in Meschede, auch „Franzosenfriedhof“ genannt, überführt...."

In der Nacht vom 22. auf den 23. März 1945 wurden weitere 80 Männer aus dem Lager in der Warsteiner Schützenhalle ermordet. Diese Tat fand bei Eversberg statt, etwa dort, wo heute von der B 55 die Straße nach Eversberg abzweigt.

".....Das bei Eversberg gelegene Massengrab wurde einige Wochen später von dem Grundstückseigentümer entdeckt, aber aus Angst vor den noch in der Gegend befindlichen Zwangsarbeitern den alliierten Militärbehörden nicht gemeldet. Die ermordeten Zwangsarbeiter wurden im Jahr 1947 unter Aufsicht von Kreismedizinalrat Petrasch exhumiert. Die Leichen wurden zu zweit in Särge gelegt und auf dem Franzosenfriedhof bestattet...."

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_im_Arnsberger_Wald)


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